Google Ads

Agenturen und eigenes Tracking: Wenn die Zahlen zu gut sind, um wahr zu sein

16.01.2025

Von

Irina Sabrjanskaja

Irina Sabrjanskaja

Tracking: Ein Segen oder ein Fluch?

Heute hatte ich einen dieser Momente, die man in der Agenturwelt nicht erleben möchte: Einen Blick auf ein Google Ads-Konto, der pure Fassungslosigkeit auslöste. 😱

Die Ursache? Eine Agentur hatte ihr eigenes "cookieless" Tracking im Einsatz – eine vermeintliche Lösung, die im Zuge der Datenschutz-Debatte immer häufiger auftaucht. Doch statt Klarheit zu schaffen, sorgte es für völlig verzerrte Zahlen.

Der Haken am eigenen Tracking

Der betroffene Kunde bemerkte es selbst: Die im Tracking ausgewiesenen Zahlen waren schlicht zu gut, um wahr zu sein. Würden sie der Realität entsprechen, hätte er seinen Umsatz verdreifacht. Doch die Kassen klingelten nicht, wie es die Daten suggerierten.

Was lief hier falsch?

  • Massive Überattribution: Das Tracking wies Conversions und Umsätze aus, die in der Realität nicht existierten.
  • Keine Transparenz: Der Kunde wusste nicht einmal, dass ein eigenes Tracking-Tool verwendet wurde.
  • Verzerrte Signale: Falsche Daten führen dazu, dass Algorithmen schlecht trainiert werden und langfristig an Effizienz verlieren.

Das Schlimmste? Viele Kunden bemerken diese Probleme gar nicht – und zahlen für „Ergebnisse“, die nur in den Berichten der Agentur existieren.

Warum gutes Tracking essenziell ist

Daten sind die Grundlage für erfolgreiche Kampagnen. Wenn die Datenbasis nicht stimmt, läuft alles andere ebenfalls schief:

  1. Falscher ROAS: Übertriebene Zahlen gaukeln Rentabilität vor, die es nicht gibt.
  2. Fehlerhafte Optimierung: Der Algorithmus optimiert auf Basis der falschen Daten, was zu ineffizienten Ausgaben führt.
  3. Vertrauensverlust: Ohne Transparenz bei der Datenerfassung schwindet das Vertrauen in die Agentur.

Was Du tun kannst

Wenn Du sicherstellen willst, dass Deine Daten korrekt sind, hier ein paar Tipps:

  • Frage gezielt nach: Welche Tracking-Methoden werden genutzt? Gibt es ein eigenes Tool?
  • Vergleiche Datenquellen: Stimmen die Google Ads-Zahlen mit Deinen internen Systemen überein?
  • Prüfe die Attribution: Schau genau hin, wie Conversions zugeordnet werden.

Transparenz und Genauigkeit sind entscheidend

Daten sind mächtig, aber nur, wenn sie korrekt sind. Ein überattribuiertes Tracking mag auf den ersten Blick gut aussehen, schadet langfristig jedoch Deiner Performance und Deiner Strategie.

An alle Agenturen: Transparenz ist der Schlüssel. Und an alle Kunden: Überprüft Euer Tracking. Es lohnt sich. 🚨

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